Zukunft gestalten
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Hier werden allerlei Tipps, Tricks und Erfahrungen buntgemischt rund um die Themen Musikunterricht, Instrument und Musizieren vorgestellt. Es sollen keine tiefschürfenden Artikel, sondern eher nützliche kleine Spots und Gedanken sein, die nicht unbedingt eine einheitliche Schulmeinung wiedergeben. Schüler und Eltern, die einen Beitrag zu dieser Seite leisten wollen, senden ihn per Email an . Wir behalten uns allerdings vor, diese Beiträge ähnlich wie Leserbriefe von Tageszeitungen zu behandeln.

Unterscheidet sich Instrumentalunterricht eigentlich vom "normalen" Unterricht?

Im Instrumentalunterricht lernt der Schüler ständig etwas dazu, auch wenn er kein neues Stück beginnt. Die Lehrkraft erklärt, zeigt oder spielt vor, der Schüler probiert aus, die Lehrkraft hilft weiter ...Und jetzt kommt der entscheidende Unterschied zu der großen Erfahrung, die wir alle mindestens 9 Jahre genossen haben: In der Regelschule haben wir ca. 80% Unterricht und 20% häusliche Arbeit, in der Regel "Hausaufgaben" genannt. Bei uns ist das Verhältnis etwa umgekehrt: ca. 20% Unterricht und 80% eigene Arbeit.

Üben

Wir benutzen ungern den Begriff "üben" sondern ersetzen ihn, da er eher negativ besetzt ist, durch andere Worte. Auch Eltern empfehlen wir, ihn nicht zu benutzen.

Vorschläge: Musik machen, musizieren, das neue Stücke probieren, Klavier (etc.) spielen, ein paar Stücke spielen, in die Tasten (Saiten) schlagen (greifen), spiel doch mal das Rondo, das hat dir doch immer gefallen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ... 

Wie lange soll mein Kind zu Hause spielen?

Hier gibt es keine generelle Regel, zu groß sind die individuellen Faktoren und Unterschiede. Als Faustregel kann gelten: Weniger als die doppelte Unterrichtszeit pro Woche kann Stagnation, geringe Fortschritte und damit auch Demotivation zur Folge haben. Die dreifache Unterrichtszeit bringt deutliche Fortschritte. Nach oben ist diese Skala offen ...

Bringt es etwas, wenn vor dem Unterricht die einzige Spieleinheit stattfindet?

Nein. Es verhält sich eher umgekehrt. Möglichst am Unterrichtstag sollte noch einmal  das Neuerlernte ins Gedächtnis gerufen werden. Ganz wichtig sind die Weiteren Tage: Jetzt wird zunehmend vertieft, gefestigt, das neue Stück wird zur Musik ...

Mein Kind lässt sein Instrument immer rumliegen ...

Das freut uns. Musik ist Teil des Lebens und damit soll auch das Instrument immer greifbar sein. Eine eingepackte Gitarre mit zusammengeklapptem Notenständer behindert spontanes Musizieren. Je nach Instrument gelten allerdings einige Aufbewahrungs- und Pflegeregeln; diese besprechen Sie am besten mit der Lehrkraft.

Kann unser Zweitgeborener Instrument und Noten der Erstgeborenen benutzen?

Wir raten ab. Haben Sie früher gerne die abgelegten Klamotten der größeren Geschwister getragen? Das eigene Instrument und die eigenen Noten vermitteln dem Kind, dass seine Musik wichtig ist. (Anmerkung: Dies bezieht sich hauptsächlich auf die preisgünstigen Instrumente; wir meinen nicht, dass sie mehrere Klaviere kaufen müssen.)

Mein Kind will partout an keinem Vorspiel teilnehmen

Das kennen wir auch. Hier ist viel Fingerspitzengefühl notwendig. Vermitteln sie Ihrem Kind die angemessene und notwendige Sicherheit und probieren Sie es zu Hause mit Verwandten oder Freunden aus, ohne übrigens vom eigentlichen Anliegen zu reden. Und haben Sie Geduld: Einer unserer Lehrer hat 8 Jahre auf den ersten Auftritt eines Schülers gewartet ...

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