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Zum
Foto: "Big Bom" heißt dieses nicht ganz
billige Instrument, das die Volksbank Neckar- Bergstraße
eG gespendet hat. "Von den tiefen, wohligen Klängen
sind die Kinder ganz begeistert", meint die Musiktherapeutin
Antje Kohler.
Musiktherapie
In der Musiktherapie geht es nicht um den
Erwerb musikalischer Fertigkeiten, sondern sie dient dem Erreichen
eines therapeutischen Zieles. Musik, Klänge und Geräusche
spielen in der Entwicklung jedes Menschen eine wesentliche
Rolle. Ob zum Hören, Musizieren, Tanzen, als Anregung
oder zum Abreagieren von Frust, Musik durchdringt viele Bereiche
unseres Lebens. Diese Vielzahl an Möglichkeiten macht
sich die Musiktherapie zu Nutze, um Menschen in ihrer momentanen
Lebenslage zu erreichen und von dort aus neue Perspektiven
zu entwickeln. Die Musiktherapie wendet sich an Kinder
-
mit sozialen und emotionalen Problemen
wie Unsicherheit, Ängstlichkeit oder aggressivem
Verhalten
-
in Krisensituationen wie Wohnortwechsel,
Änderungen in der Familiensituation
-
mit Schulschwierigkeiten wie Konzentrationsprobleme,
übergroßer Bewegungsdrang
-
mit Behinderungen, insbesondere dann,
wenn die Sprache nicht im ausreichenden Umfang zur Verfügung
steht
-
mit eingeschränkter Hörfähigkeit.
Hier werden Erfahrungen mit Schwingungen und Geräuschen
sehr wichtig, u.a. für die Sprechanbahnung
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Die Arbeitsweise der Musiktherapie
In der Musiktherapie werden Instrumente verwendet, die ohne
Vorkenntnisse zum Klingen gebracht werden können, wie.
Klavier, Gitarre, verschiedene Trommeln, Xylophone oder
Flöten. Die Kinder erlernen den spielerischen Umgang
damit. Ohne Leistungsdruck und ohne eine Bewertung der Klänge
in "schön" und "nicht schön"
improvisieren sie gemeinsam mit der Therapeutin. Die Kinder
werden dabei in ihrer jeweiligen Stimmung begleitet und
in ihrem Ausdruck unterstützt. So lernen sie sich und
ihre Umwelt besser wahrzunehmen, ihre Gefühle auszudrücken
und zu verstehen. Im geschützten Rahmen gewinnen die
Kinder zunehmend Vertrauen zu sich und ihren Fähigkeiten,
sie entwickeln den Mut, sich auf Neues einzulassen und Konflikte
anders zu lösen: Sie können ihr seelisches Gleichgewicht
wieder herstellen. Von entscheidender Bedeutung ist der
Spaß an der Sache und eine gute, vertrauensvolle Beziehung
zu der Therapeutin.
Bereits vor Beginn der Therapie bespricht Frau Kohler ausführlich
mit den Eltern, welche Wünsche und Erwartungen sie
haben. Die Therapeutin stellt Möglichkeiten der individuellen
Förderung vor und die gemeinsamen Ziele werden geklärt.
Auch im weiteren Verlauf ist ein enger Kontakt erwünscht.
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